Sie möchten also Domains als Geldanlage kaufen?
Bevor Sie weitermachen, sprechen wir darüber, wie alles begann und warum Sie vielleicht fragen: Ist der Domainkauf noch eine gute Investition?
Die Dotcom-Blase: wo alles begann
Für alle Jüngeren, die in den 90ern noch nicht dabei waren: Das Internet war damals etwas Seltsames und Unbekanntes, von dem eine Handvoll Technikbegeisterter schwärmte. Unternehmen begannen gerade erst, es ernst zu nehmen.
Dann kam ein Domain-Goldrausch, als Menschen erkannten, dass Domainnamen wertvoll sein können. So wertvoll, dass sie sie wie erstklassige Immobilien aufkauften.
Diese Zeit brachte Domain-Flipping hervor: Domains günstig kaufen und später mit erheblichem Gewinn verkaufen. Frühe Einsteiger machten Vermögen. Andere lernten schmerzhaft, dass nicht jede Domain eine Goldgrube war.
Domains waren damals äußerst günstig. Vorausschauende Käufer sammelten Namen wie „Business.com“ in der Hoffnung auf spätere Gewinne. Vorweggenommen: Diese Domain wurde schließlich für 7,5 Millionen $ verkauft.
Cybersquatter stiegen ein und kauften fremde Markennamen, um sie überteuert weiterzuverkaufen. Nike war zum Beispiel nicht gerade begeistert, einen Aufpreis für Nike.com zahlen zu sollen.
Investoren wiederum begeisterten sich für jedes Startup mit „.com“ im Namen und trieben Bewertungen in absurde Höhen.
Und Webdesigner schufen Kunstwerke als Webseiten, etwa dieses:
Dann platzte die Blase
Unternehmen, die ohne tragfähiges Geschäftsmodell Millionen für Domains und Interneteuphorie ausgegeben hatten, brachen zusammen. Der Markt stürzte ab, Dotcom-Aktien verloren massiv an Wert. Es war eine dunkle Zeit.
Spulen wir 30 Jahre vor: Hier stehen wir heute.
Jedes Unternehmen braucht eine Onlinepräsenz. Eine gute Domain ist kein Luxus und kein nettes Nebenprojekt, sondern Pflicht. Doch sind Domains deshalb noch eine gute Investition? Wir haben für Sie recherchiert.
Sind Domains noch eine gute Investition?
Die kurze Antwort: ja, aber es ist nicht mehr der Wilde Westen.
Der Domainmarkt ist seit dem Dotcom-Boom deutlich reifer geworden. Die Zeiten, in denen man eine Einwort-.com für 10 $ kaufen und für Millionen weiterverkaufen konnte, sind größtenteils vorbei. Mit Strategie gibt es aber weiterhin Werte zu entdecken.
Domains bleiben eine besondere Anlageklasse: digitale Immobilien in einer Welt, in der Onlinepräsenz unverzichtbar ist. Eine einprägsame Domain hat nicht nur möglichen Wiederverkaufswert. Sie ist auch die Onlineidentität eines Unternehmens oder einer persönlichen Marke.
In vielerlei Hinsicht entspricht sie einem digitalen Ladenschild: Sie vermittelt Glaubwürdigkeit, Professionalität und Auffindbarkeit. Viel für eine Domain zu zahlen, die Tätigkeit und Identität eines Unternehmens genau trifft, gehört daher tatsächlich zu dessen wichtigsten Ausgaben.
Premium-Domains, also kurze, einprägsame und stichwortreiche .com-Namen, gewinnen weiter an Wert. Der größte Verkauf der letzten Monate war chat.com an OpenAI für 15,5 Millionen $. Eine solche Rendite ist schwer zu erreichen, mit Zeit und Geduld aber möglich.
Einwort-.coms wie „Gold.com“, die für mehr als 8 Millionen $ verkauft wurde, könnten ihren Wert im nächsten Jahrzehnt noch verfünf- bis verzehnfachen, während die weltweite Internetnutzung steigt. Die Überlegung: Eine wachsende digitale Bevölkerung sucht kurze, starke Namen, die Glaubwürdigkeit vermitteln. Doch hier wird es schwierig: Das Angebot wird knapp.
Bis 2013 war jede .com mit vier Buchstaben vergeben. Die Auswahl ist dünn. Heute findet man besondere Namen eher in Auktionen oder wenn jemand eine Verlängerung versäumt.
Die neue Domainlandschaft
Neue Top-Level-Domains (TLDs) wie .co, .io und .ai gewinnen an Bedeutung, besonders in Nischenbranchen. Tech-Startups mögen beispielsweise .io. Diese TLDs bieten neue Chancen, doch ihr Wiederverkaufswert ist weniger vorhersehbar als bei .com.
Zugleich entstehen Web3-Domains, etwa .eth beim Ethereum Name Service, als spekulatives Gebiet zwischen Domaininvestitionen und Blockchain-Euphorie. Sie sind ungewöhnlich, aber riskant. Manche Internetbeobachter meinen, der ENS-Boom habe nach dem Airdrop 2021 seinen Höhepunkt erreicht. Ihr Weiterverkauf könnte nicht mehr die früheren Renditen bringen.
Was folgt daraus? Domains können weiterhin eine solide Investition sein. Erfolg erfordert heute jedoch Recherche, gutes Timing und ein Gespür für Trends wie KI. Angesichts deutlich wachsender .ai-Registrierungen könnten solche ungewöhnlichen TLDs die nächste digitale Goldgrube sein.
Lässt sich mit dem Verkauf von Domains noch Geld verdienen?
Domain-Flipping kann mit einer strategischen Herangehensweise weiterhin Gewinn bringen. Es ist aber weit von einem garantierten Jackpot entfernt.
Marktplätze wie GoDaddy Auctions und Sedo ermöglichen jeden Monat Tausende Domaintransaktionen.
Ein Beispiel: Allein Sedo listet mehr als 18 Millionen Domains und berichtet über beständige Verkäufe. Der Median bei .com-Verkäufen lag in den letzten Jahren zwischen 1.500 und 3.000 $, die Durchschnittswerte 2024 näher bei 2.500 $.
Die Gewinnmöglichkeiten reichen weit auseinander. Einsteiger können mit günstigen Auktionen oder selbst neu registrierten Namen zwischen 100 und 10.000 $ pro Weiterverkauf erzielen. In einer DomainSherpa-Fallstudie wurde eine für 27 $ erworbene abgelaufene Domain für 10.000 $ verkauft.
Erfahrene Händler streben größere Gewinne an. Sie kaufen abgelaufene Domains mit Traffic oder starken Backlinkprofilen, die den Wiederverkaufswert erhöhen. Der professionelle Händler Ali Zandi erzielte beispielsweise mit acht solchen Domains in nur 60 Tagen 58.000 $ Gewinn durch aktive Kundenansprache.
Erfolgreiche Strategien 2025
- Abgelaufene Domains: Suchen Sie auf Auktionsseiten nach vergessenen Domains. Manche bringen SEO-Vorteile wie Backlinks oder früheren Traffic mit. Sie können unterbewertete Goldgruben sein.
- Nischenfokus: Domains für boomende Branchen, etwa „SolarSolutions.com“ für grüne Technologie oder „MachineLearning.com“. Vielleicht sind das keine perfekten Beispiele, aber Sie verstehen die Richtung.
- Aktiver Vertrieb: Unternehmen gezielt anzusprechen erhöht die Verkaufsquote. Vielleicht wartet ein Unternehmen schon auf eine passende Domain.
Denken Sie daran: Verkaufszeiträume sind unvorhersehbar. Manche Domains verkaufen sich in Tagen, andere liegen jahrelang. Verlängerungsgebühren und Marktsättigung erfordern ein Gleichgewicht zwischen Menge und Qualität.
Wenn Sie mit der Suche beginnen möchten, nutzen Sie Instant Domain Search. Unser Tool zeigt Ihnen die Domainverfügbarkeit sofort und hilft, unterbewertete Namen zu erkennen, damit Sie von Anfang an fundierter investieren.
Risiken bei Investitionen in Domains
Domain-Flipping klingt vielleicht nach einem Traumgeschäft: niedriger Einstieg, hohe Erlöse. Doch es läuft nicht immer reibungslos. Manche Fallstricke können Ihre Investition zunichtemachen. Sie vorher zu kennen ist die halbe Miete.
Zuerst: den Wert überschätzen. Ein einprägsamer Name für 10 $ fühlt sich vielleicht wie ein Millionengewinn an, doch der Markt sieht das nicht immer genauso.
Käufer, ob Händler oder Unternehmen, suchen Domains mit klarer Nachfrage, etwa kurze .coms oder starke Nischennamen. Wenn niemand „QuantumWidgetShop.com“ kaufen möchte, verursacht sie nur Verlängerungsgebühren. 10–15 $ jährlich summieren sich bei einem übergroßen Portfolio schnell.
Manche Händler halten Hunderte Domains, von denen sich nur ein winziger Teil verkauft. Das bindet Kapital in digitaler Ungewissheit.
Dann sind da rechtliche Fallstricke. Kaufen Sie einen markennahen Namen wie „NikeRunz.com“, droht eine Unterlassungsaufforderung oder sogar eine kostspielige Forderung nach Übertragung. Es sind leider nicht mehr die 90er. Cybersquatting ist tabu; große Marken verstehen dabei keinen Spaß, und Rechtskosten können Gewinne weit übersteigen. Glauben Sie nicht, Sie könnten die großen Unternehmen einfach austricksen.
Auch Marktsättigung ist ein Problem. Seit 2013 sind alle .coms mit vier Buchstaben vergeben, und neue Marktteilnehmer kommen hinzu. Herausragende Namen sind rar. Sie konkurrieren mit Profis, die mehr Geld und bessere Instinkte haben.
Unvorhersehbare Verkaufszeiten bedeuten, dass Sie Jahre auf einen Erlös warten könnten oder nie einen erhalten. Es bleibt ein Wagnis: hohe Gewinne bei Erfolg, aber viele Fehlermöglichkeiten ohne sorgfältige Vorbereitung.
Erste Schritte bei der Domain-Suche
Sie möchten nun die Domain kaufen, die Sie im Kopf haben. Wenn Sie den schnellsten und zuverlässigsten Weg zur Verfügbarkeitsprüfung suchen, nutzen Sie Instant Domain Search. Es ist buchstäblich der schnellste Weg, Verfügbarkeit und Angebotspreis zu sehen. Sie können sogar eine kostenlose Bewertung erhalten.
Auch die Preishistorie lässt sich ansehen, damit Sie für die gewünschte digitale Immobilie nicht zu viel bezahlen.
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